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Eine empirische Studie über Veränderungsprozesse in Unternehmen aus kulturwissenschaftlicher Sicht

Veränderungen in Unternehmen sind heute Normalität. Während einer Veränderung werden selbstverständliche Sichtweisen und gewohnte Routinen, die Kultur eines Unternehmens, sichtbar – und in Frage gestellt.

Wandelprozesse werden in aller Regel durch Kommunikation und Rituale begleitet. Der Umgang mit dieser besonderen Situation, die jeweils eigene Art und Weise der Durchführung einer Veränderung, ist Ausdruck der Unternehmenskultur.

Führungskräfte haben dabei eine zentrale Rolle inne. Sie verfügen einerseits bei der Umsetzung der unternehmerischen Strategie qua Funktion über eine besondere Durchsetzungsmacht und Deutungshoheit. Auf der anderen Seite stehen sie selbst im Spannungsfeld zwischen den Erwartungen der internen Stakeholder und ihrem eigenen Gestaltungsbedürfnis und Wertekanon.

In dieser Studie wird an aktuellen Beispielen von Veränderungen in Unternehmen untersucht, wie Führungskräfte den Wandel erleben und deuten. Ihre Selbstsicht auf das eigene Handeln, ihre subjektive Theorie, steht dabei im Mittelpunkt.

Leitfragen sind: Wie wird der Wandel erlebt? Wie begründen und kommunizieren Führungskräfte die Veränderung? Welchen Sinn geben sie den von ihnen mitgetragenen Risiken? Welche Relevanz haben Visionen, Werte und Leitbilder für ihre Handlungen?

Mit dieser empirischen Studie soll aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive ein Beitrag geleistet werden für das grundlegende Verständnis der Bewältigung von Wandel in Unternehmen.